Monat: November 2015

Werkzeug

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Grundausstattung…fehlt nur noch das Handy.
P. von der Beck

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Maschinenseele

Haben Maschinen eine Seele? Haben sie Gefühle, empfinden sie Angst oder Freude? Wohnt ihnen das Gute ebenso inne wie das Böse? Es häufen sich die Anzeichen dafür, dass dem so ist. Da gibt’s das Auto, welches nur mit warmen Worten in kalter Jahreszeit anspringt. Oder der Computer, der wahrlich kein Angsthase ist, weil er selbst massive Drohungen ignoriert. Anders der Rechner  für die Bildbearbeitungscomputer: Das gute Stück ist ängstlich und kann offenbar auch Gedanken lesen. Läuft es nicht, reichen böse Blicke und gedachte Verwünschungen – schon klappt’s mit dem Foto wieder. Und wer je die Presse auf einem Autofriedhof in Aktion gesehen hat, weiß, dass Autos eine Seele haben. Durch Mark und Bein geht das metallische Wimmern, wenn ein Golf, einstmals treuer Familienbegleiter, sein Leben aushaucht.

• P. v. d. Beck

Dem Untergang geweiht

Gut gefüllt war der Container,  gefüllt mit altem Hausrat harrte er dem Abtransport in die Müllverbrennungsanlage. Inmitten zwischen ramponierten Möbeln: Ein halbes Dutzend Lampen mit gehäkelten Stoffschirmen, ein Hocker mit Fellbesatz aus den 50-er Jahren, eine Kaffeemaschine (ockerfarben) der ersten Generation und ein ausrangiertes Billig-Regal. All das garniert mit grünen Topflappen und einem rosa-braun geblümten Kittel. Wahre Schätze werden da zu Staub verbrannt, denn meine Flohmarkterfahrung sagt mir, dass gehäkelte Lampenschirme einmal richtig Geld bringen werden, und geblümte Nylonkittel gelten jetzt schon in New Yorker Clubs als Geheimtipp.

• P. von der Beck

Test the snow

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Da freut sich jemand so über den Schnee, dass sie nur mal ganz kurz mit den Füßen testen muss.

This girl likes snow very, very much…

P. von der Beck

Straßenkater

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Zig Kämpfe hat er überstanden. Davon legt seine Nase Zeugnis ab. Sein Revier hat er im Griff. Sogar die dicke rote Katze zollt ihm Respekt, da kann sich unser Kater schon mal eine gewisse Gelassenheit erlauben.
vdB

Old School TV: dead tot mort

Fernsehen – machen sich die jungen Leute heute selbst – per Handy. Sie tauschen Filme über WhatsApp und Co – in Windeseile verbreiten sie sich, erzielen enorme Reichweiten. Und – dabei gibt es erstaunliche Ergebnisse, die an Experimentalfilme heranreichen, die früher mal auf Filmfestspielen Preise gewonnen haben. Nicht nur das Wissen vervielfacht sich –  es ist irgendwie die Beschleunigung von Kunst, eine Explosion von Kreativität.

 

Ach ja – YouTube: Wie geht das nochmal mit dem Dreisatz oder wie schminke ich mich richtig  – irgendwie ein bisschen wie Volkshochschule nur ohne persönlichen Kontakt. Alles wird digital. Da bietet sich doch in diesen Tagen der virtuelle Wunschzettel an: Schnell Screenshots von den Wunschprodukten gemacht, in ein Format gepackt und flott weiter ans Christkind gebeamt – das wirkt bestimmt. Da bleibt nur zu hoffen, dass unterm Weihnachtsbaum auch tatsächlich Geschenke liegen und nicht nur virtuell. Es gibt eben doch Grenzen.
-vdB