Monat: April 2011

Pädagogik und Spielplatz

Schaufel, Eimerchen, Bobbycar, alte Hose: Gut gerüstet machen sich die Kleinen auf den Weg in die Arena – den Spielplatz. Hier lernen sie, wie das Leben funktioniert. Hier gilt es Ängste zu überwinden, Eigentum zu verteidigen, sich in der Gesellschaft zu behaupten: Schaffe ich es auf die hohe Rutsche zu klettern, kann ich meine Förmchen gegen Laura, Kevin & Co verteidigen, schmeckt Sand wirklich nicht und bin ich mit meinem Bobbycar vielleicht diesmal schneller als Papa oder Mama?

Für Eltern gilt ähnliches – sollen sie reagieren, wenn der kleine Giftzwerg der Tochter einen Eimer mit Sand über den Kopf stülpt? Soll man sich dann die Erzeuger der feindlichen Brut zur Brust nehmen oder schlicht abwarten bis Töchterlein mal wieder ihre Fingernägel einsetzt?
Existenzielle und erziehungstechnisch wichtige Fragen – sie werden auf Spielplätzen beantwortet.

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Verklebtes Kleinkind

Einkaufen mit Kleinkindern dauert im Allgemeinen doppelt so lange, wie ohne. Nicht nur wegen der kleinen Beinchen, die mit dem „Mama-schaut-schnell-nach Schuhen“-Stechschritt nicht mithalten können. Auch so manches Präsent der Einzelhändler hält zuweilen auf: Gut zu händeln ist immer noch die obligatorische Wurstscheibe beim Metzger. Die ist so schnell vertilgt, dass das Abputzen der Fettfingerchen am frisch gewaschenen Pulli nicht ins Gewicht fällt. Kritisch wird es dann beim Lolli mit Füllung. Das gute Stück verklebt Kind und Eltern, fällt im Durchschnitt dreimal in den Dreck.

Ein Wort zu den No Angels

Ich muss noch was loswerden über die „No Angels“. Die habe ich vor ein paar Monaten auf der Landesgartenschau in Hemer gesehen – quasi zwangsweise. Denn anschauen wollten wir uns Luxuslärm. Platt war ich dann angesichts der Performance: No Angels waren für meinen Geschmack richtig gut. Ordentliche Pop-Musik lieferten sie ab, die Bühnenshow der Mädels (eine fehlte) konnte sich sehen lassen. Ich glaub, das sind richtig gute Musikerinnen, die können singen, sich bewegen. Und bringen sogar körperlich gute Leistung – trotz der super hohen Stöckelschuhe.
Erschütternd schlecht war der Auftritt von Luxuslärm. Zumindest war es völlig zu laut, übersteuert, von den Texten habe ich so gut wie nichts verstanden, der Gesang ging völlig unter. So entlarvt die Realität die Vor-Urteile.

pvdb

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