Monat: April 2010

Die Seele der Maschinen

 

Haben Maschinen eine Seele? Haben sie Gefühle, empfinden sie Angst
oder Freude? Wohnt Ihnen das Gute ebenso inne wie das Böse? Es häufen sich die Anzeichen dafür, dass dem so ist. Da gibt’s das Auto, welches
nur mit warmen Worten in kalter Jahreszeit anspringt. Oder der Computer, der wahrlich kein Angsthase ist, weil er selbst massive Drohungen ignoriert. Anders der Bildbearbeitungscomputer: Das gute Stück ist ängstlich und kann offenbar auch Gedanken lesen. Läuft es nicht, reichen böse Blicke und gedachte Verwünschungen – schon klappt’s mit dem Foto wieder. Und wer je die Presse auf einem Autofriedhof in Aktion gesehen hat, weiß, dass Autos eine Seele haben. Durch Mark und  Bein geht das metallische Wimmern, wenn der Astra, einstmals treuer Familienbegleiter, sein Leben aushaucht.

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Ein Lob den Griechen

Pleite oder nicht – Ich mag die Griechen und es gefällt mir, dass sie Bürokraten und Vorschriften gerne mal virtuos ignorieren. Dort scheint der freie Wille mehr zu zählen als anderswo. Griechenland: Das sind Busfahrer, die auch ohne Haltestellen für die Gäste halten; abendliche Stromausfälle, die gelassen hingenommen werden, legere Taxifahrer, ruhige und entspannte Krankenhausärzte, die Touristen mit Brandblasen ganz ohne Bestechungsgeld und völlig kostenfrei behandeln, einfaches Essen mit Zutaten aus Mamas Garten. Entspannte Mitvierziger, die Backgammon in der Strandbar spielen, freilaufende und freundliche Hunde, meditierende Katzen, superenge, hübsch dekorierte, akkurate Gassen, unübersichtliche Tante-Emma-Läden, klare und einfache Architektur und mehr. Man kann vieles von den Griechen lernen. Sie haben sich etwas bewahrt, was wir hier längst verloren haben. Hut ab! –